Literaturlandschaft Ruhrgebiet

Von der Städtestadt zur Metropole Ruhr, von der Industriekultur zur Kulturindustrie. Das Ruhrgebiet ist spannend. Erleben Sie mit mir den Wandel und die literarische Vielfalt in ausgesuchten Hör- und Videobeiträgen. Hier finden Sie zudem Kommentare und Kurzbiografien der beteiligten Personen, Informationen zum REVIERCAST-Projekt, Verweise auf verwandte Projekte sowie aktuelle Nachrichten aus der Literaturszene im Revier.

Viel Vergnügen beim Stöbern ...

Karl-Heinz Gajewsky

"Inzwischen habe ich mir Ihre Website angesehen, das ist ja ein Opus magnum, an dem Sie da arbeiten, die literarische Kartographierung des Ruhrgebiets, großartig, und mich haben Sie damit in beste Gesellschaft aufgenommen."

Andreas Rossmann, FAZ

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Schillerndes Leben im Abseits - Gerd Herholz & Gäste präsentieren: Kaputter Abend 2: Alles muss raus!



Lokal Harmonie, Harmoniestraße 41, 47119 Duisburg-Ruhrort
Sonntag, 12. Juni 2016, 18 Uhr
Eintritt frei

Nicht nur der Kopf, auch der Fußball ist rund, damit alles Spielen die Richtung wechseln kann - und zwar nach Duisburg-Ruhrort:
Gerd Herholz (Literaturbüro Ruhr) tritt an diesem Abend im Lokal Harmonie öffentlich privat auf und gestaltet mit drei Gästen seinen zweiten "Kaputten Abend" (der erste fand im Sommer 2014 im Maschinenhaus Essen statt). 
Im Rahmen eines Scratch-Abends (Scratch= Gekratze, Gekritzel) werden kurze Ausschnitte künstlerischer Arbeit in lockerer Umgebung vorgestellt: Musik, Literatur, Blogtexte, Szenisches, Ausgefeiltes, Unfertiges, Tiefgründiges, Absurdes, Skizzenhaftes .
Die Gäste dieser literarisch-musikalischen Performance sind: 
Maria Neumann, Schauspielerin, Theater an der Ruhr,
Lütfiye Güzel, Autorin,
Eckard Koltermann, Komponist, Bassklarinettist, Saxofonist.

Zur Grundstimmung des Abends orakelt Herholz präzise:

"Was gibt es Schöneres, als gegen Abend dem Blockflötenspiel eines Kindes in sehr weiter Ferne zu lauschen?"

"Gleichschaltung" - Ein gescheitertes Experiment! Zur Bedeutung des Buches in der NS-Mediendiktatur

Lesung und Vortrag von Dr. Jan-Pieter Barbian
anschließendes Gespräch mit Gerd Herholz, Leiter des Literaturbüros Ruhr, und Dr. Matthias Keidel, Die Wolfsburg.
Der NS-Staat war auch eine Mediendiktatur, in der die Literatur eine ideologisch definierte Rolle spielen sollte. Was im Dritten Reich erschien, war in vielen Fällen "von Goebbels´ Gnaden". Doch der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, der in Personalunion auch Präsident der Reichskulturkammer war, musste seine Macht mit anderen Herrschaftsträgern teilen. Der Vortrag schildert diesen zwölfjährigen Kampf zwischen staatlichen und parteiamtlichen Bürokratien um die Aufteilung und praktische Anwendung der literaturpolitischen Kompetenzen. Darüber hinaus geht der Vortrag auf die konkreten Auswirkungen der Politik auf das Verlagswesen, den Buchmarkt und die literarische Produktion ein.
Dr. Jan-Pieter Barbian studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Trier. Seit 1999 Direktor der Stadtbibliothek Duisburg, nebenberuflicher Geschäftsführer des Vereins für Literatur und Kunst und der Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek. 2009 als "Librarian in Residence" des Goethe-Instituts in New York und in Washington, D.C.Auf Einladung des Goethe-Instituts Beijing 2011 Vortragsreise nach Beijing, Wuhan und Shanghai. Zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Kulturpolitik der NS-Zeit, zu Film und Politik in der Weimarer Republik, zur Geschichte und Literatur des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert, zu den deutsch-niederländischen Beziehungen in der Weimarer Republik und zu den deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert.