Literaturlandschaft Ruhrgebiet
Von der Städtestadt zur Metropole Ruhr, von der Industriekultur zur Kulturindustrie. Das Ruhrgebiet ist spannend. Erleben Sie mit mir den Wandel und die literarische Vielfalt in ausgesuchten Hör- und Videobeiträgen. Hier finden Sie zudem Kommentare und Kurzbiografien der beteiligten Personen, Informationen zum REVIERCAST-Projekt, Verweise auf verwandte Projekte sowie aktuelle Nachrichten aus der Literaturszene im Revier.
Viel Vergnügen beim Stöbern ...
"Inzwischen habe ich mir Ihre Website angesehen, das ist ja ein Opus magnum, an dem Sie da arbeiten, die literarische Kartographierung des Ruhrgebiets, großartig, und mich haben Sie damit in beste Gesellschaft aufgenommen."
Andreas Rossmann, FAZ
Das Literaturbüro Ruhr präsentiert im Rahmen der Reihe „Café Schlaflos“: „101 Nacht“ – Vom Zauber eines uralten Geschichtenschatzes
Es liest die Übersetzerin Claudia Ott, musikalisch begleitet von Hadi Alizadeh
In Kooperation mit der Buchhandlung Koethers & Röttsches und der Europäischen Märchengesellschaft
Mittwoch, 25. September 2013, 19.30 Uhr
Alte Druckerei der Buchhandlung Koethers & Röttsches (im Innenhof), Bebelstraße 18, 44623 Herne
Eintritt: 8 (erm.)/10 € (Vorverkauf & Abendkasse)
Karten unter 0 23 23.14 76 70 (von 09.30-18.30 Uhr)
www.dasbuch24.de
Das Projekt Café Schlaflos wird unterstützt von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Stiftung der Sparkasse Gladbeck zur Förderung von Kunst und Kultur, vom Regionalverband Ruhr und von der Stadt Gladbeck.
Im Jahr 2010 erregte ein neuentdecktes Manuskript der Sammlung „101 Nacht“ Aufsehen in Fachwelt und Medien. Bei einer Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau wurde eine auf das Jahr 1234 datierte Handschrift des Werkes gezeigt, die seit wenigen Jahren im Besitz des Aga Khan Trust for Culture ist. Die Sammlung „101 Nacht“ gehört wie „1001 Nacht“ zum Kernbestand der klassischen arabischen Literatur und wurde durch das gesamte Mittelalter hindurch mündlich und schriftlich überliefert. Von Claudia Ott aus den Beständen des Aga Khan Museums geborgen, wurde die andalusische Handschrift erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der ganz besondere Zauber der Sammlung „101 Nacht“ liegt in der Vielfalt und Kürze
ihrer Geschichten. So finden sich Reiseerzählungen zu verwunschenen Inseln, Rittersagas mit Lindwurm, Abenteuergeschichten mit Zauberschlössern und magischen Talismanen ebenso wie Liebesromanzen und Ehebruchskomödien, städtische Bürgerpossen und moralisch-lehrhafte Fabeln.
Claudia Ott, geboren 1968, studierte Orientalistik in Jerusalem, Tübingen und Berlin sowie arabische Musik in Kairo. Claudia Ott ist Mitglied mehrerer internationaler Ensembles für orientalische Musik und arrangiert Programme mit Musik und orientalischer Literatur. 2011 wurde Claudia Ott für ihre Neuübersetzung von „1001 Nacht“ mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur-und-Übersetzerpreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet.
www.tausendundeine-nacht.com
Hadi Alizadeh erhielt seine Ausbildung an der persischen Trommel Tonbak bei Meister Bahman Rajabi (Teheran/Iran), daneben erlernte er im autodidaktischen Studium das Spielen der kurdischen Rahmentrommel Daf. 2011 gründete er die Gruppe Alamto; beim internationalen Musikwettbewerb in Val Tidone wurde Hadi Alizadeh als bester Instrumentalist ausgezeichnet.
www.hadi-alizadeh.com
www.cafe-schlaflos.de
Mehr Informationen: Verena Geiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Literaturbüro Ruhr e.V. (02043 992 644); auch Fotos (soweit wir sie selbst kostenfrei zur Verfügung stellen können) erhalten Sie unter verena.geiger@stadt-gladbeck.de
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Herholz
Literaturbüro Ruhr e.V.
www.literaturbuero-ruhr.de
http://de-de.facebook.com/LiteraturbueroRuhr
Donnerstag, 19. September 2013
Neuauflage! Erfolgreicher Autorenworkshop IN ZUKUNFT wird wiederholt - Bewerbung bis 15. November 2013
Essen, 13. September 2013 – Ab sofort sind Schreibtalente eingeladen, ihre Exposés einzureichen. Der zweite bundesweite Autoren-Wettbewerb IN ZUKUNFT II für AutorInnen mit „Zuwanderungsgeschichte“ ist gestartet.
Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel und EXILE-Kulturkoordination führen, nach dem ersten erfolgreichen Wettbewerb, einen neuen IN ZUKUNFT II-Wettbewerb für AutorInnen mit Migrationshintergrund durch. Bewerben können sich Schreibtalente aus ganz Deutschland. Eine Uraufführung winkt dem Gewinner nach Projektabschluss in 2015.
Ziel des Wettbewerbes ist es, Menschen zu ermutigen, für die Bühne zu schreiben, die
sich bisher noch kaum im deutschen Theater vertreten sahen. Es geht darum, die Vielfalt
kultureller Hintergründe innerhalb der deutschen Gesellschaft für die Bühne zu öffnen. Der interkulturelle Wettbewerb ist in seiner Form einmalig in Deutschland.
Im Rahmen von IN ZUKUNFT II werden die Teilnehmer unterstützt, eine Idee für ein Theaterstück zu entwickeln und durchzuarbeiten, das auf der Bühne zur Umsetzung gelangen kann. Unter der Leitung der Autorin und Dozentin Maxi Obexer und des Regisseurs und Ideengebers Christian Scholze werden sie begleitet, ihren sprachlichen Ausdruck zu schärfen, eine eigene Form zu finden und dramaturgische Verfahrensweisen zu entdecken. Insgesamt acht BewerberInnen erhalten die Möglichkeit zur monatlichen Teilnahme an acht Workshop-Wochenenden von Januar bis Juni und von September bis Dezember 2014. Sie werden am Westfälischen Landestheater und im Maschinenhaus an der Zeche Carl in Essen durchgeführt. Im Rahmen der Workshops werden die Stücke besprochen und der künstlerische Arbeitsprozess betreut. Gastreferenten und Theatermacher begleiten einzelne Gruppentreffen.
Nach Abschluss der Schreib-Phase von IN ZUKUNFT II werden alle entstandenen Stücke im Rahmen von szenische Lesungen veröffentlicht und die Uraufführung eines Theaterstücks, für das eine renommierte Jury das interessanteste Stück auswählt, krönt die Neuauflage des in 2011 erstmalig gestarteten Projektes. Unterkunft und Fahrtkosten werden den Teilnehmern erstattet.
Bewerben können sich Menschen mit Migrationshintergrund ohne Altersbeschränkung mit einem fertigen Stücktext oder eine Textprobe von maximal 20 Seiten.
Einsendeschluss: 15. November 2013
Einsendeadresse: EXILE-Kulturkoordination, Stichwort: IN ZUKUNFT II
Wandastr. 9, 45136 Essen
Weitere Infos und Ausschreibungsunterlagen: www.inzukunft.org.
Das Projekt wird vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Freitag, 13. September 2013
"Nina between Don & Ray" am 18.9.13, 20 Uhr - Auftakt der Reihe "Café Schlaflos" in Duisburg-Ruhrort
"Nina between Don & Ray" am 18.9.13, 20 Uhr - Auftakt der Reihe "Café Schlaflos" in
Duisburg-Ruhrort
Eine Kooperation des Literaturbüros Ruhr mit dem Kreativkreis Ruhrort und dem Schiffchen
(Kartenreservierung empfohlen)
Nun hat sich auch ein ZDF- Aufnahmeteam der Redaktion "37 Grad" (www.37grad.zdf.de/) für unseren
kommenden Café Schlaflos- Abend angekündigt:
"Da wären wir"
Nina Petri liest und singt Texte von Dorothy Parker und Anne Sexton, musikalisch begleitet von Rainer Lipski
& Norbert Hotz
www.ninapetri.de , www.hotzundco.de
Mittwoch, 18. September 2013, 20 Uhr
Schiffchen im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84, Eintritt: 8/10 Euro
(Vorverkauf/Abendkasse)
Karten direkt im Schiffchen oder im Café Kaldi unter 0203.51 86 22 2 oder info@cafe-kaldi.de und im
Gemeindehaus Ruhrort, Dr.-Hammacher-Straße 6, 47119 Duisburg (Mo 8-13 Uhr; Di-Fr 8-17 Uhr), unter
0203.80 63 10
www.schiffchen-duisburg.de
Der Verzehr von Speisen ist an diesem Abend im Schiffchen nur von 18.30 Uhr bis zum Veranstaltungsbeginn um
20 Uhr möglich.
Das Trio "Nina between Don & Ray" mit der Hamburger Schauspielerin und Sängerin Nina Petri, den
Essener Musikern Rainer Lipski (alias Don) am Piano und dem Bassisten Norbert Hotz (alias Ray) gründete
sich in einer lauen Sommernacht bei mehreren Gläsern kühlen Rieslings in Essen.
"Da wären wir" ist der Titel einer Erzählung Dorothy Parkers. Es geht um ein junges Paar auf dem Weg
in die Flitterwochen. Die beiden sitzen im Zug nach New York und zerreden schon die Liebe, von der sie noch
denken, sie wäre etwas Besonderes, ganz anders als bei allen anderen.
Überhaupt führen die Figuren Parkers Gespräche und Selbstgespräche, in denen ihnen ihre
Gewissheiten abhanden kommen. Illusionen zerplatzen, Risse in den Beziehungen und Lebensentwürfen werden
sichtbar. Aus den Rissen werden Brüche, Abgründe ? Der Alltag, insbesondere der Ehealltag, ob nun
geprägt von Eifersucht oder schon Gleichgültigkeit, von Abgestumpftheit oder schon Hass, kann oft
nur noch unter Alkohol-Betäubung ertragen werden.
Ein Kernsatz aus den Geschichten Parkers lautet: "Oh, es ist so leicht, zu Menschen nett zu sein, bevor man
sie liebt.?
Dorothy Parker wurde 1893 geboren und lebte in NY, wo sie mit Freunden den berühmten literarischen Zirkel
im Algonquin Hotel gründete. Sie wurde durch ihren Sarkasmus und ihre scharfzüngige Schlagfertigkeit
zur Legende.
Im zweiten Teil des Abends geht es vor allem um die amerikanische Dichterin Anne Sexton, die 1928 geboren
wurde. Sie lebte ein Mittelschichtshausfrauen-Leben der 50er Jahre, kam dann nach der Geburt ihrer zweiten
Tochter 1956 wegen eines Selbstmordversuchs in psychiatrische Behandlung. Auf Anraten ihres Therapeuten begann
sie zu schreiben und wurde eine bedeutende Lyrikerin der ?Confessional Poetry?. Trotz ihres Erfolges
(Pulitzer-Preis 1967) setzte sie 1974 ihrem Leben ein Ende.
Nina Petri hat Texte aus dem Band "Liebesgedichte/Verwandlungen" ausgewählt. Anne Sexton selbst hat ihre
Texte nicht nur glamourös vorgelesen, sondern Ende der 60er Jahre auch mit einer Jazzrock-Band unter dem
Namen "Anne Sexton and Her Kind" vorgetragen. Womit wir beim musikalischen Teil des Abends wären. Zu
Gehör gebracht werden Klassiker der Jazzgeschichte wie "My Funny Valentine" oder "The Look of Love", aber
auch eine eigene Vertonung eines Textes von Dorothy Parker, "A Very Short Song", bittersüß wie ihre
Geschichten.
Außerdem haben "Nina between Don & Ray" "Mercy Street" arrangiert, das Peter Gabriel 1986 Anne
Sexton widmete und dessen Text von ihrem Werk inspiriert wurde.
Und sollte der Abend länger werden, gibt's noch Stücke von Waits, Lindenberg...
Mehr Informationen
bei Gerd Herholz, wissenschaftlicher Leiter Literaturbüro Ruhr e.V. (02043 992 168) und
Verena Geiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Literaturbüro Ruhr e.V. (02043 992 644); Fotos (soweit
wir sie selbst kostenfrei zur Verfügung stellen können) erhalten Sie unter
verena.geiger@stadt-gladbeck.de
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Herholz
Wissenschaftlicher Leiter
Literaturbüro Ruhr e.V.
www.literaturbuero-ruhr.de
http://de-de.facebook.com/LiteraturbueroRuhr
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